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Zum Verrückt-Werden....

Diese neue Thrash-Metal-Welle aus eigenem Lande, die in den vergangenen Monaten zu uns rüberschwappt, entpuppt sich als wahres Fest für jeden Freund deftiger Klänge der älteren, Bay-Area-angehauchten Schule. PESSIMIST, STAGEWAR und TOTAL ANNIHILATION sind nur drei Namen, die bereits meine Ohrmuscheln in Schutt und Asche legten. Die vier Burschen von ERADICATOR stehen mit ihrem nunmehr zweiten Longplayer diesem Thrash-Trommelfeuer in Nichts nach.
So versammeln sich hier insgesamt elf Stücke, die einerseits äußerst direkt aus den Boxen geprügelt werden, auf der anderen Seite abwechslungsreich und voll Herzblut vorgetragen werden. "Madness Is My Name" ist ein variables Bollwerk, nach dem ich mir auch nach dem x-ten Durchlauf noch die Finger lecke.

Freunde solcher Szenegrößen wie ANNIHILATOR, TESTAMENT, damaligen ANTHRAX und agilen DEATH ANGEL kommen hier vollends auf ihre Kosten. Die Riffs sitzen wie ein nach Maß geschnittener Anzug, die Drums und Doublebass treiben das Unterfangen der Jungs merklich nach vorne, die Vocals von Sebastian Stöber sind rau, bodenständig, dem Soundkonzept gut angepasst und die Produktion für eine Thrash-Metal-Scheibe exakt das Richtige.

Bereits das einleitende Titelstück zeigt die Spielfreude der Jungs, ohne an Direktheit Einbußen zu machen. 'Baptized In Blood' ist ein starker Headbanger, der jegliche Fäuste in den Himmel reißt, 'Final Dosage' beinhaltet ein bärenstarkes Solo und zeigt ein gelungenes Klampfenzusammenspiel zwischen Stöber und Wied. Weitere Anspieltipps lassen sich darüber hinaus beim galoppierenden 'Judgement Day', beim bärenstarken, mal langsamen, mal rasanten 'Last Days Of Defiance', sowie beim kompromisslosen 'Evil Twisted Mind' ausmachen, ehe 'Nuclear Overkill' zum Ende hin noch einmal den Vorschlaghammer rausholt und zum Rundumschlag ansetzt. Die Background-Vocals machen diesen deftigen Gesamtbraten stellenweise zusätzlich fett.

ERADICATOR zollen ihrem Lieblingsgenre mit diesem Zweitwerk den größtmöglichen Respekt und bringen, ohne in bereits metertiefen, platt getretenen Fußstapfen zu versinken, eine äußerst eigenständige Platte hier an den geneigten Genrefan. "Madness Is My Name" ist ein spielfreudiges, facettenreiches und interessantes Riff-Feuerwerk, welches sich absolut hören lassen kann. Wer weiß, welche Großtaten diesem noch folgen werden.

Anspieltipps: Madness Is My Name, Baptized In Blood, Nuclear Overkill

 

Note: 8.5 / 10
Marcel Rapp, 29.4.2012

Keine aktuellen Veranstaltungen.

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