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RockTimes.de (Slavery)

Wie schrieb ich beim Vorgänger: »Thrash und kein Ende.« Gut, so langsam erreicht auch der Thrash ein Ende, zumindest werden es immer weniger Veröffentlichungen in diesem Genre.
Was im Umkehrschluss bedeutet, dass nur die besten bzw. richtig eigenständigen Prügelcombos überleben werden. Tja, irgendwann ist jedes Thrash-Riff gezockt worden.
Eradicator zählen zum Glück zu der Gattung Thrash-Bands, die es schaffen, frische Ideen in diese Sparte zu bringen und das auch mit dem gleichen Line-up, was ja heutzutage auch nicht immer selbstverständlich ist.
Klar sind auch bei den Nordrhein-Westfalen ein paar Momente, die an die großen Alten erinnern. Aber man macht nicht den Fehler, permanent nach dem alten Scheiß klingen zu wollen.
Okay, bei "Two Thousand Thirteen" glotzen, besonders im ruhigen Mittelteil, die (guten) ollen 80er Jahre-Metallica durch die Boxen. Aber hey, es gibt Schlimmeres, oder?
Aber sonst versucht man gelungen, eine eigene Duftmarke zu hinterlassen. Was auch oftmals klappt, manchmal auch nicht. Aber das Positive überwiegt.
Was mir wieder besonders gut gefällt, ist die schöne Gitarrenarbeit, die mir schon auf "Madness Is My Name" richtig den Schädel gespalten hat. Schöne Leads, die einen aufhorchen lassen.
Auch die Songs an sich sind gutklassig, oft im Midtempo, manchmal im Uptempo gezockt, bleiben gut im Ohr.
Der von mir bemängelte Gesang ist auf "Slavery" zwar immer noch kein wirklich überzeugender Brecher. Aber es ist doch eine riesige Steigerung zu "Madness..." zu erkennen. Irgendwie klingt dieser doch immer noch etwas nach 'typisch Deutsch'. Soll heißen, man erkennt fast sofort, woher die Burschen kommen. Aber was soll's, lieber so, als der tausendste Rip Off. Dann lieber eigenständig.
Anspieltipps gibt es diesmal mit "Bloodbath" (wegen dem coolen Basspart), "The States Of Atrocity" (toller Banger mit Hitpotenzial) und "Evil Command" (Gary Holt war hier Riffpate!!!) gleich drei. Aber auch der Rest der Scheibe lohnt sich. Schön finde ich, dass sich über die gesamte Spielzeit keine Langeweiler bzw. irgendwelche Stinker eingeschlichen haben, sondern dass gegen Ende sogar die großen Momente kommen.
Alles in allem eine richtig gute Scheibe, die mit einem tollen Artwork und einer angenehmen klaren, recht druckvollen Produktion um die Ecke kommt.
Reinhören ist Pflicht!
   

The-Pit.de (Slavery)

Gilt eigentlich noch die vor zig Jahren aufgestellte Regel (wenn sie überhaupt jemals gültig war), dass das dritte Album ein „make it or break it“-Dingen ist? Eradicator aus Olpe liefern nun mit „Slavery“ eben jenes dritte Studioalbum ab und bieten noch immer eine Mischung aus Bay-Area-Einflüssen und teutonischen Elementen. Wobei der Fokus auf Ersterem liegt. Einen ersten Vorgeschmack gab es ja schon Ende September mit der auf 222 Stück limitierten Split-EP „Thrashed Vol. VI“, wo sich die Olpener im wahrsten Sinne des Worter mit den befreundeten Godslave duellieren und neben einem Coversong auch schon mit „Smash The Masquerade“ aufhorchen ließen.

Herrschte auf dem Vorgänger „Madness Is My Name“ noch vornehmlich der grüne Farbton im Gesamtartwork, so strahlt die neue Platte in ihrem blau ein etwas kühleres Ambiente aus – aber keine Panik, die Riffattacken sind genauso feurig wie gewohnt. Und genau da liegen auch die Stärken der Sauerländer, die sich anscheinend immer wieder gerne an den Bay-Area-Urgesteinen die Klingen wetzen, aber beileibe nicht den Kopierstempel auspacken. Und so thrashen die vier herrlich frisch die zehn neuen Nummern, in ihrer Art kompromisslos und selbst im Midtempo wie bei „Evil Command“ immer im vollen Hörgenussanschlag.

Manchmal am Anschlag liegt dabei Sebastian mit seinem Gesang (gerade in den höheren Gesangspassagen wie in „Scars“), dem man zudem auch die teutonische Herkunft nicht absprechen kann, aber im Gesamtbild passt die Platte wie Arsch auf Eimer. Im Mittelpart bei „Two Thousand Thirteen“ packen sie sogar kurz die Akustikklampfe aus und spiegeln sich dabei ein wenig im Metallica-Glanz. Bei „Bloodbath“ setzen sie auf die volle Basspower (wenn da mal nicht Anthrax mit „Got The Time“ Pate gestanden haben), wälzen aber später dann doch wieder speedig thrashig daher und schrecken auch nicht vor einer hardcorigen Duftnote zurück.

Als besonders erstaunlich stellt sich aber heraus, dass Eradicator auch gegen Ende nicht von Abnutzungserscheinungen heimgesucht werden, sondern mit aggressiven Nummern wie „One Man Jury“ (was ein geiler Gitarrenlauf) oder dem mit dramatischen Aufbau startenden und später mit schönem Moshpart ausgestatteten „The States Of Atrocity“ auf ganzer Linie punkten können. Thrashhead, was willst du eigentlich einmal mehr nach Übersee schielen?

Frisch, gereift, bärenstark, so die wohl passenden Prädikate für die dritte Langrille aus dem Hause Eradicator. „Slavery“ will sich gar nicht erst mit den ganz großen messen, sondern lieber auf einer eigenen Ebene überzeugen, kratzt aber dermaßen am Thron der Etablierten, dass Olpe zur neuen Homebase für frischen Thrash made in Germany aufsteigt. 8/10 Punkten

   

DEAF FOREVER (Slavery)

Ein hörenswertes Thrash-Album kredenzt uns das Sauerländer Quartett ERADICATOR. Mit zehn Jahren Erfahrung und zwei Veröffentlichungen auf dem Stundenzettel zählen sie zwar nicht mehr zu den neuen, aber zu den beachtenswerten Bands der Szene. Das Erfrischende an “Slavery” ist die freche Furchtlosigkeit, mit der sie ihre Songs in der Tradition der technisch-abwechslungsreichen Vorreiter des Genres zocken. Hier wurden die Hausaufgaben gründlichst gemacht und die Werke von Hammett, Holt, Altus, Friedman oder Waters genauestens studiert, wie man an den filigran gespielten Parts in ´Of Ashes And Sand´ oder ´Two Thousand Thirteen´ erkennen kann. Die Produktion ist zeitgemäß und nicht zu trocken, das Material ausgereift und die Hooks abwechslungsreich. ERADICATOR sind somit nicht nur ein gutes Beispiel dafür, dass sich Lehrjahre lohnen, sondern auch ein ernstzunehmender Name im Nachwuchs-Kader des europäischen Thrash Metals.7/10 Punkten

   

Rock Hard (Slavery)

Auf ihrem dritten Album meistern ERADICATOR die Aufgabe „Old School, aber nicht altbacken klingen“ mit Bravour. „Slavery“ besitzt einen angenehm rohen Sound, der ohne großartige Effekthascherei auskommt. Die Songs zeichnen sich durch einen gewissen Wiedererkennungswert aus, wobei Fronter Sebastian Stöber seiner limitierten Stimme bei den melodiöseren Passagen manchmal etwas viel abverlangt (´Scars´). Fans von alten Annihilator- oder Megadeth-Klamotten seien ´Two Thousand Thirteen´ und ´The States Of Atrocity´ als Anspieltipps ans Herz gelegt.

   

Way Up

Ich persönlich habe ERADICATOR im Rahmen unseres Thrash Spezials der WAY UP Ausgaben 33-35 für mich entdeckt. Damals hatte die Band gerade ihr Debüt „The Atomic Blast“ am Start. Nun ein paar Jahre später ist mit „Slavery“ das dritte Album der Thrasher da. Erneut bekommt man eine frische Ladung feinen Old School Thrash der sich weder hinter den nationalen noch internationalen Genre Highrolern verstecken muss. Song für Song setzt sich fest und begeistert. Weiter so!! „Slavery“ = ein Thrashleckerbissen.
   

Legacy (Slavery)

Gerade erst feierten die Nordrhein-Westfalen ERADICATOR zehnjähriges Band-Jubiläum, da legen die Jungs mit einem weiteren Werk nach. „Slavery“ nennt sich das dritte Album der Band, welches über Yonah Records erscheint. Thrash Metal mit Einflüssen alter und neuer Helden aus der Bay Area, aber auch aus dem Pott und anderen Regionen, gewürzt mit viel Melodie und unterstützt von einem rauen klaren und dennoch rockigen Gesang bildet die Basis der Musik von ERADICATOR. Eingestreute Gitarrensoli lockern das Bild auf und tragen zu einem insgesamt abwechslungsreichen Album bei. „Slavery“ beginnt mit einem leisen, beinahe zaghaften Intro, bevor mit dem zweiten Track das Gaspedal ordentlich durchgetreten wird. Die Stücke von ERADICATOR gestalten sich äußerst komplex und durchdacht, alles andere als stumpf, sondern voller harter Ecken und Kanten. Alledings wirkt alles sehr durchgeplant, und auch die Vocals von Sebastian Stöber stoßen ab und an an ihre Grenzen. Ein großer Nachteil ist dies jedoch nicht, lediglich Jammern auf hohem Niveau. Den Hörgenuss mindern diese Tatsachen nicht und kaum jemand kommt bei diesem groovig-thrashigen Werk um das Mitwippen oder Headbangen herum. „Slavery“ spart hinsichtlich der Aufnahme kaum an modernen Hilfsmitteln, musikalisch findet sich in den Stücken davon keine Spur. Die Fans können sich auf ein Scheibchen feinsten Old School Thrash Metal freuen, welcher frisch und kreativ daherkommt und alles andere als langweilig und staubtrocken wirkt. ERADICATOR haben sich deutlich verbessert und sind auf „Slavery“ eine eingespielte „motherfucking metal band“ Band, von denen sicherlich noch so einiges zu hören sein wird. (WHO) 12/15 Punkten

   

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